Warum wir Frauen uns so schwer tun, Fülle und Wohlstand in unser Leben zu lassen

Vererbte Muster, alte Prägungen – und der stille Widerstand gegen „zu viel“

Viele Frauen spüren tief in sich den Wunsch nach mehr – mehr Freiheit, mehr Selbstbestimmung, mehr Sicherheit, mehr Leichtigkeit. Und doch stehen sie sich selbst im Weg, wenn es darum geht, echte Fülle und finanziellen Wohlstand anzunehmen. Nicht, weil sie faul wären. Nicht, weil sie unfähig wären. Sondern weil sich etwas in ihnen sperrt – still, hartnäckig, fast unbemerkt.

Dieses Etwas zeigt sich in Gedanken wie:
„Ich brauche nicht viel.“
„Ich will niemandem etwas wegnehmen.“
„Ich will nicht gierig erscheinen.“
„Ich komme schon zurecht.“

Und was wie Bescheidenheit klingt, ist oft ein tief eingeprägtes Muster, das uns lehrt: Du darfst nicht zu viel wollen. Du darfst nicht auffallen. Du darfst nicht sichtbar sein – und schon gar nicht reicher, unabhängiger oder freier als die, die dir vorausgegangen sind.

Vererbte Begrenzung – ohne es zu merken

Was viele Frauen nicht wissen:
Selbst wenn wir in einem Umfeld aufgewachsen sind, das uns scheinbar alle Möglichkeiten geboten hat, wirken unter der Oberfläche emotionale und mentale Programme, die nicht aus unserem eigenen Leben stammen – sondern aus dem Leben unserer Mütter, Großmütter und Ahninnen davor.

Die moderne Forschung zur Epigenetik und zur transgenerationalen Traumaweitergabe bestätigt längst, was viele spüren: Unverarbeiteter Schmerz, Verlust, Angst und auch Armutserfahrungen können über Generationen weitergegeben werden – nicht als konkrete Erinnerung, sondern als innere Haltung, als Misstrauen gegenüber Erfolg, als stille Ablehnung von Fülle.

Wenn deine Urgroßmutter hungern musste, wenn deine Großmutter als Witwe fünf Kinder durchbringen musste, wenn deine Mutter gelernt hat, sich lieber auf einen Mann als auf sich selbst zu verlassen – dann tragen diese Erfahrungen oft weiter, auch wenn sie nie ausgesprochen wurden.

Sie leben fort in Sätzen wie: „Sicherheit geht vor.“
„Geld verdirbt den Charakter.“
„Sei dankbar für das, was du hast.“

Wohlstand beginnt im Inneren – nicht auf dem Konto

Viele Frauen versuchen, finanziellen Erfolg im Außen zu erreichen – durch Fleiß, durch Leistung, durch Anpassung. Doch solange das innere Fundament von Mangeldenken durchzogen ist, wird jeder Versuch von Selbstsabotage begleitet. Erfolg wird unsicher. Geld fühlt sich schwer an. Einkommen wächst – aber das Erlaubnisgefühl bleibt klein.

Wenn du beginnst zu verstehen, wie tief deine Haltung zu Geld geprägt wurde – durch Geschichte, Familie, Rollenbilder, Zuschreibungen – dann kannst du anfangen, dich bewusst davon zu lösen. Nicht gegen deine Herkunft. Sondern für deine Zukunft.

Deshalb ist die erste und wichtigste Frage auf dem Weg in ein neues Money-Mindset nicht:

Wie kann ich mehr verdienen?

Sondern: „Was in mir glaubt noch, dass ich es nicht darf?“

Die eigenen Begrenzungen zu erkennen ist keine Schwäche. Es ist der erste Akt von Freiheit.

Der nächste Schritt: Die Geschichte unserer Mütter verstehen

Bevor wir Frauen ein neues Kapitel aufschlagen, ist es heilsam, das vorherige zu würdigen.
Deshalb ist es so wichtig, auch einen Blick sehr weit zurückzuwerfen – in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschichte der Frauen über die letzten zwei Generationen hinaus:
Wie lebten Frauen im Mittelalter?
Was bedeutete die Industrialisierung für sie?
Wie hat das Wirtschaftswunder ihre Rollenbilder zementiert?

Denn wenn wir verstehen, woher unsere innere Scheu vor Wohlstand kommt, können wir endlich aufhören, sie als persönliche Schwäche zu sehen – und anfangen, sie als kollektive Wunde zu begreifen, die jetzt heilen darf.

Finanzielle Fülle ist für Frauen kein Luxus.
Sie ist ein Schritt in die Selbstermächtigung – und manchmal ein Akt von leiser Rebellion gegen alles, was uns kleinhalten wollte. Du darfst reich sein – nicht nur an Liebe, Ideen oder Mitgefühl.
Sondern auch an Geld. Um freier zu leben.
Und vielleicht auch: um das weiterzugeben, was deine Ahninnen nie erleben durften

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